Mobilithek / MDM

Mobilithek / MDM

Mobilithek / MDM

Daten, die bewegen. Mit der Mobilithek, dem deutschlandweiten Datenbroker für Verkehrsinformationen, eröffnet das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) neue Möglichkeiten für eine smarte und nachhaltige Mobilität. Stuttgart ist Teil dieser innovativen Plattform, die verschiedene Verkehrsdaten zentral und frei verfügbar macht.

Im Vordergrund Tachografik mit Zeiger. Im Hintergrund ist ein Bücherregal zu erkennen. Schriftzug Mobilithek.Quelle: Bild mit KI generiert. Bearbeitung: Stadt Stuttgart.

Die Mobilithek (ehemals MDM – Mobilitäts Daten Marktplatz) ist eine digitale Plattform, auf der Verkehrsdaten aus ganz Deutschland gesammelt und bereitgestellt werden. Über neu geschaffene Schnittstellen können Daten zu Mobilität und Verkehr unkompliziert, einheitlich und kostenlos abgerufen werden. Diese stehen unter einer freien Lizenz und sind ausdrücklich für die Nutzung freigegeben.

Welche Vorteile bietet die Mobilithek?

  • Transparenz: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Forschungseinrichtungen können auf wertvolle Verkehrsdaten zugreifen.
  • Innovation: Die freien Daten schaffen die Grundlage für smarte Mobilitätslösungen, z. B. in Form von Apps oder Navigationsdiensten.
  • Einheitlichkeit: Standardisierte Schnittstellen erleichtern die Nutzung und Weiterverarbeitung der Daten.
  • Nachhaltigkeit: Verkehrsplanung wird effizienter, wodurch Ressourcen geschont und Emissionen reduziert werden können.

Die Mobilithek macht Verkehrsdaten für alle zugänglich. Dies fördert Innovation, verbessert die Verkehrssteuerung und unterstützt nachhaltige Mobilität. Ob Apps zur Parkplatzsuche, Echtzeitinformationen zum Nahverkehr oder intelligente Routenplanung – die Mobilithek liefert die Basis für moderne Anwendungen, die den Alltag in Stuttgart und deutschlandweit erleichtern.

In Umsetzung

01/2022 – 12/2025

Nachhaltigkeitsziele

     
Solarfaltdach Belebungsbecken HKW

Solarfaltdach Belebungsbecken HKW

Solarfaltdach Belebungsbecken HKW Mühlhausen

Mit dem Solarfaltdach sollen in der „Biologie Nord“ die gesamten Belebungsbecken überspannt werden. Dieses Solarfaltdach wird eine beeindruckende Gesamtfläche von 17.493 Quadratmetern bieten. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, eine Leistung von 2.745 Kilowattpeak (kWp) zu erzielen, wodurch ein bedeutender Beitrag zur umweltfreundlichen Energieerzeugung geleistet wird.

Flexibilität des Solarfaltdachs

Ein bemerkenswertes Merkmal des Solarfaltdachs ist seine Flexibilität. Bei ungünstigen Wetterbedingungen, wie starkem Wind oder Regen, sowie bei notwendigen Kranarbeiten können die Solarmodule zur Seite gefahren werden. Durch dieses Design nehmen die Module (5.280 Stück) eine geschützte Position ein, was nicht nur ihre Langlebigkeit erhöht, sondern auch die Sicherheit bei Wartungs- und Bauarbeiten verbessert.

Der Baubeginn für dieses zukunftsweisende Projekt beginnt im Sommer 2025. Die innovative Nutzung solcher Solarfaltdächer unterstreicht das Bestreben, erneuerbare Energien clever zu integrieren und bietet eine hervorragende Möglichkeit, große Infrastrukturprojekte umweltfreundlicher zu gestalten. Dieses Projekt könnte als Vorbild für andere ähnliche Projekte dienen und zeigt, wie Technologie und praktische Anwendungen miteinander verbunden werden können, um nachhaltige Energielösungen zu fördern.

 

In Umsetzung

Baubeginn Sommer 2025

Nachhaltigkeitsziele

     
 
Rollout Smart Meter in städtischen Gebäuden

Rollout Smart Meter in städtischen Gebäuden

Smart Meter - effizientere Zähler in städtischen Gebäuden

In Stuttgart werden wichtige Veränderungen bei Stromzählern umgesetzt, um den Umgang mit Energieverbrauchsdaten einfacher und effizienter zu gestalten. Bisher war es für die Stadtverwaltung aufwendig, Verbrauchsdaten von sogenannten RLM-Zählern (Spezialzähler für größere Verbraucher) unterjährig zu erhalten. Die Daten mussten entweder händisch angefragt, vor Ort abgelesen oder über fehleranfällige Schnittstellen übertragen werden. 

Zwei angebrachte Stromzähler sind zu sehen.Quelle: Bild mit KI generiert

Zudem sind die benötigten Module für diese Übertragungen schwerer verfügbar. Deshalb hat die Stadtverwaltung beschlossen, alle RLM-Zähler auf moderne Smart Meter umzurüsten. Diese intelligenten Stromzähler ermöglichen eine automatische und zuverlässige Übertragung der Verbrauchsdaten über ein Gateway – und das alle 15 Minuten. Damit entfällt der bisherige Aufwand für das händische Sammeln der Daten. Zusätzlich werden die Daten direkt in das bestehende Stuttgarter Energiekontrollsystem (SEKS) integriert, wodurch die Stadtverwaltung jederzeit den Überblick über den Energieverbrauch hat.
 
Die Umstellung auf Smart Meter bringt zahlreiche Vorteile für die Landeshauptstadt Stuttgart mit sich. Durch die neuen Zähler können Verbrauchsdaten in kurzen Zeitintervallen erfasst und automatisch übertragen werden. Dies ermöglicht eine präzisere Kontrolle und Planung des Energieverbrauchs. Gleichzeitig können Einsparpotenziale leichter identifiziert und genutzt werden, was langfristig zu Energieeinsparungen führt. Darüber hinaus reduzieren geringere Netzentgelte die Kosten für die Stadt. Die neuen Zähler machen zudem manuelle Ablesungen und fehleranfällige Datenübertragungen überflüssig, wodurch die Abläufe deutlich effizienter werden.

Mit der Einführung der Smart Meter legt Stuttgart einen weiteren Grundstein für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung

 

 

In Umsetzung

09/2024 –12/2025

Nachhaltigkeitsziele

     
 
Emissionsarme Busse

Emissionsarme Busse

Emissionsarme Busse

Seit 2020 fahren alle SSB‐Busse nur noch mit synthetischem Kraftstoff. Damit wurde die Emission von Stickoxiden und die Rußbelastung durch die Busse deutlich reduziert. Alle Diesel‐Busse waren zuvor schon mit Rußpartikel‐Filter ausgerüstet und hatten die grüne Umweltplakette. Neu entwickelte, stickoxidreduzierende und antivirale Filter sind in allen Bussen verbaut. Darüber hinaus werden seit 2018 die Innenstadtlinien komplett mit emissionsarmen Bussen bedient.

Umstellung der SSB-Busflotte auf emissionsfreie Antriebe

Im Rahmen der Klimaschutzziele der Landeshauptstadt Stuttgart, die eine Klimaneutralität bis 2035 anstreben, spielt die Umstellung der SSB-Busflotte auf emissionsfreie Antriebe eine wichtige Rolle. In einer ersten Stufe soll die Umstellung aller Innenstadt-Buslinien auf emissionsfreie Busse bis Ende 2027 erfolgen. Neben der Beschaffung neuer Fahrzeuge mit Brennstoffzellen- und/oder Batterietechnik ist auch eine Umstellung des Betriebs vom konventionellen Dieselantrieb auf alternative Antriebsformen erforderlich. Dies bringt den Bau und Betrieb spezieller Lade- beziehungsweise Tankinfrastruktur mit sich.

Bereits auf dem Betriebshof Gaisburg wurde eine Wasserstofftankstelle errichtet, und der Anschluss an eine Wasserstoffpipeline der Stadtwerke ist geplant. Die erste Ladeinfrastruktur für Batteriebusse wird 2025 im Betriebshof Möhringen in Betrieb genommen. Die Aktivitäten zur Umstellung des Betriebshofes in Gaisburg wurden durch einen Brand im Jahr 2021 verzögert, sodass hier eine erste Ladeinfrastruktur ab 2026 vorgesehen ist.

Parallel dazu wird die Einrichtung von Ladeinfrastruktur an besonders relevanten Endhaltestellen im Innenstadtbereich vorangetrieben. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den emissionsfreien Betrieb in der Innenstadt.

 

In Umsetzung

01/2020 - 12/2027

Nachhaltigkeitsziele

     
 

Mobiler Laserscanner

Mobiler Laserscanner

Mobiler Laserscanner

Mobiles Laserscanning bezeichnet die Nutzung von LiDAR-Sensoren, die auf einer beweglichen Plattform (Person, Fahrzeug) montiert sind, um schnell dichte 3D-Punktwolken von Gelände, Infrastruktur und Objekten zu erfassen. Zur Erstellung der 3D-Punktwolken werden folgende Hauptkomponenten miteinander kombiniert.

Mobiler Handscanner

LiDAR Scanner – Sendet Laserimpulse aus und misst die Zeit, bis diese nach dem Auftreffen auf eine Oberfläche zurückkehren.

GNSS – Bestimmt die exakte geografische Position des Systems.

IMU (inertiale Messeinheit) – Misst Beschleunigung und Drehbewegung, um Bewegung und Orientierung zu erfassen

Kameras – Erfassung von Bildern zur Farbgebung der 3D-Punktwolke

Bordcomputer – Verarbeitet und integriert die Sensordaten in Echtzeit

Icon Verwaltung

Infrastruktur

In Umsetzung

seit 2025

Nachhaltigkeitsziele