Roboterköpfe im Bürgerservice

Roboterköpfe im Bürgerservice

Roboterköpfe im Bürgerservice – Forschungsprojekt mit der Hochschule der Medien

Wie reagieren Bürgerinnen und Bürger auf einen sprechenden Roboter im Rathaus oder in der Bibliothek? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojekts „Andrea“, das von der Hochschule der Medien (HdM) durchgeführt und von der Landeshauptstadt Stuttgart als Praxispartner aktiv begleitet wird.

Roboterkopf im ProfilQuelle: Bild mit KI generiert

Humanoide Roboter als digitale Helfer im direkten Bürgerkontakt
Ziel ist es, humanoide Roboter mit künstlicher Intelligenz unter realen Bedingungen im öffentlichen Raum zu erproben – direkt dort, wo Menschen täglich mit der Verwaltung oder kommunalen Einrichtungen in Kontakt kommen.

Im  Juni 2025 werden zwei Roboterköpfe für jeweils zwei Wochen an drei Standorten eingesetzt. Sie geben einfache Auskünfte, helfen bei der Orientierung und treten mit Besuchenden in den Dialog. Das Projekt verbindet damit technologische Innovation mit praktischer Bürgernähe.

Wo kommen die Roboter zum Einsatz?

  1. Stadtbibliothek am Mailänder Platz
  2. Baurechtsamt – Bürgerservice Bauen, Eberhardstraße 33
  3. Stadtmarketing – i-Punkt Touristik-Information, Königstraße 1A

Was wollen wir damit erreichen?

Das Projekt verfolgt mehrere Ziele, die technologische Erprobung mit wissenschaftlicher Begleitung und praktischer Verwaltungsentwicklung verbinden:

  • Neue Technologien testen: Wie können KI und Robotik konkret den Bürgerservice verbessern?
  • Verwaltung entlasten: Roboter übernehmen einfache Auskünfte – Mitarbeitende gewinnen Zeit für komplexere Aufgaben
  • Erkenntnisse für die Zukunft gewinnen: Studierende der HdM analysieren, wie hoch die Akzeptanz ist und welche Einsatzformen sich bewähren
  • Partnerschaften stärken: Die enge Zusammenarbeit mit der HdM fördert Innovation und Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Verwaltung
Icon Verwaltung

Verwaltung

Abgeschlossen

02/2025 - 07/2025

Nachhaltigkeitsziele

 
 

Handschrifterkennung in Verwaltungsanträgen durch KI

Handschrifterkennung in Verwaltungsanträgen durch KI

Handschrifterkennung in Anträgen durch KI

In der täglichen Verwaltungsarbeit fallen tausende Anträge an – etwa im Bereich Bürgergeld, Wohngeld oder Kulturförderung. Viele davon werden per Hand ausgefüllt und anschließend manuell bearbeitet. Das kostet Zeit, führt zu Verzögerungen und erhöht die Belastung der Mitarbeitenden.

Mit Hand ausgefüllte Anträge auf einem Schreibtisch.Quelle: Bild mit KI generiert

Mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz zur automatisierten Erkennung handschriftlicher Informationen möchte die Landeshauptstadt Stuttgart diesen Prozess erheblich beschleunigen – und zugleich die Qualität und Nachvollziehbarkeit der Bearbeitung verbessern.

Warum ist das Projekt wichtig?

Die Zahl an Anträgen steigt stetig, gleichzeitig fehlen vielerorts Fachkräfte. Daraus ergeben sich konkrete Herausforderungen:

  • Lange Bearbeitungszeiten durch hohe Antragseingänge
  • Fehleranfälligkeit bei der manuellen Dateneingabe
  • Wachsende Belastung für die Mitarbeitenden
  • Geringer Digitalisierungsgrad in vielen Bereichen

Diese Situation macht deutlich: Es braucht moderne, digitale Lösungen, die unterstützen, ohne menschliche Fachkompetenz zu ersetzen.

Was macht die KI genau?

Das neue System nutzt Bilderkennungsverfahren, um Inhalte aus gescannten oder fotografierten Anträgen auszulesen – unabhängig davon, ob diese maschinell oder handschriftlich ausgefüllt wurden.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Automatische Datenextraktion: Erkennung und Auslesen relevanter Informationen
  • Validierung: Abgleich mit Regeln, Bestandsdaten oder Prüfalgorithmen zur Fehlererkennung
  • Strukturierte Übergabe: Bereitstellung der Daten für Fachverfahren oder digitale Akten
  • Entscheidungsunterstützung: Kontextbezogene Hinweise für Sachbearbeitende – die finale Entscheidung bleibt beim Menschen

Was soll damit erreicht werden?

Mit dem Projekt möchte die Landeshauptstadt Stuttgart die Bearbeitung von Anträgen beschleunigen, die Qualität und Nachvollziehbarkeit verbessern und gleichzeitig die Mitarbeitenden spürbar entlasten. Durch die automatisierte Erfassung und Weiterverarbeitung der Daten wird die Verwaltung effizienter – ohne den Kontrollverlust über sensible Entscheidungen.

Zudem soll das Projekt zeigen, wie neue Technologien sinnvoll in die Verwaltung integriert werden können, um den Service für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern – und gleichzeitig den digitalen Wandel im Sinne einer modernen Stadtverwaltung voranzutreiben.

Icon Verwaltung

Verwaltung

In Planung

01/2026 - 06/2027

Nachhaltigkeitsziele

 

Digitaler Assistent für geflüchtete Menschen

Digitaler Assistent für geflüchtete Menschen

Digitaler Assistent für Leistungen geflüchteter Menschen

Am Standort Jägerstraße 14–18 werden vielfältige Leistungen für geflüchtete Menschen angeboten – darunter Leistungen nach dem AsylbLG, die Aufnahme und Unterbringung der Menschen (Amt für Soziales und Teilhabe) als auch das Ausstellen von Ausweisdokumenten (Ausländerbehörde). Durch die hohe Besucherfrequenz entstehen regelmäßig lange Wartezeiten und organisatorische Herausforderungen beim Zugang zum Gebäude.

Mehrere Menschen in einem Wartebereich sind zu sehen.Quelle: Bild mit KI generiert

Ein intelligentes Terminal für bessere Bürgerservices

Das neue System ist ein digitaler Assistent und soll als Terminal zur Verfügung stehen. Mit dem Terminal werden einfache Anliegen direkt vor Ort digital bearbeitet. Es soll die Besuchersteuerung einfacher machen und den Zugang zu Verwaltungsleistungen verbessern.

Was genau ist geplant?

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie entsteht ein multilingualer Prototyp, der mit Hilfe einer regelbasierten Schrittnavigation und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz einfache Auskünfte geben und Besuchsanliegen einordnen kann.

Geplant sind folgende Funktionen:

  • Digitale Vorqualifizierung von Anliegen: Ersteinstufung der Anfragen über strukturierte Fragen
  • Mehrsprachige Unterstützung: Informationen in verschiedenen Sprachen zur besseren Zugänglichkeit
  • Entlastung des Personals: Automatisierte Prozesse reduzieren Nachfragen und sorgen für Entzerrung

 

Was soll damit erreicht werden?

Das Projekt verfolgt das Ziel, den Zugang zu städtischen Leistungen einfacher und zielgerichteter zu gestalten.

Durch den Einsatz des intelligenten Terminals soll die Besuchersteuerung verbessert, die Verwaltung entlastet und die digitale Teilhabe gefördert werden. Gleichzeitig entsteht ein praxisnaher KI-Prototyp, der als Blaupause für den Einsatz in anderen Bereichen dienen kann.

 

Icon Verwaltung

Verwaltung

In Umsetzung

02/2025 - 02/2026

Nachhaltigkeitsziele

 
 

Internes GPT-System ChatSTR für die Stadtverwaltung

Internes GPT-System ChatSTR für die Stadtverwaltung

Internes GPT-System ChatSTR für die Stadtverwaltung

Die Landeshauptstadt Stuttgart entwickelt derzeit ein internes GPT-System, dass Mitarbeitende der Verwaltung im Berufsalltag unterstützen soll. Ziel ist es, Routinetätigkeiten zu automatisieren, komplexe Informationen nutzbar zu machen und die Qualität sowie Effizienz der Arbeit zu steigern.

Nahaufnahme einer Hand. Person tippt auf einer Laptop-Tastatur.Quelle: Bild mit KI generiert

Dabei steht die praxisnahe Umsetzung im Vordergrund: Das System wird speziell auf die Anforderungen der städtischen Verwaltung zugeschnitten – mit dem Ziel, einen echten Mehrwert für die tägliche Arbeit zu schaffen.

So unterstützt die KI im Arbeitsalltag

  • Texterstellung und -verbesserung: Unterstützung bei Reden, Berichten und E-Mails
  • Zusammenfassung komplexer Dokumente: Schnell erfassbare Kernaussagen
  • Wissensmanagement: Automatisierte Aufbereitung von Fachinformationen
  • Effiziente Kommunikation: Schnelle Antworten auf Standardanfragen

Was wollen wir damit erreichen?

Mit dem Projekt verfolgt die Landeshauptstadt Stuttgart das Ziel, Verwaltungsprozesse durch den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz effizienter zu gestalten. Durch automatisierte Abläufe sollen Arbeitsprozesse beschleunigt und die Qualität bei der Erstellung und Verarbeitung von Informationen erhöht werden.

Besonderer Wert wird dabei auf den verantwortungsvollen und datenschutzkonformen Einsatz der Technologie gelegt – innerhalb eines sicheren, internen Systems. Gleichzeitig dient das Vorhaben als Modellprojekt, um Erfahrungen für den breiteren

Icon Verwaltung

Verwaltung

Abgeschlossen

04/2024 - 05/2026

Nachhaltigkeitsziele

 
 
 

Open Data Portal

Open Data Portal

Open Data Portal

Daten sind der Schlüssel zu klugen Entscheidungen – und sie schaffen Transparenz, die Vertrauen weckt. Doch damit Daten ihre volle Wirkung entfalten können, müssen sie zuverlässig, für alle frei zugänglich und ohne Einschränkungen nutzbar sein.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten wichtige Informationen selbst entdecken, analysieren oder sogar eigene Ideen und Anwendungen entwickeln. Genau das ermöglichen offene Daten: Bürgerinnen und Bürger erhalten neue Möglichkeiten, sich zu informieren und aktiv einzubringen. Unternehmen und Organisationen können Prozesse verbessern, innovative Lösungen entwickeln und neue Geschäftsmodelle schaffen. Auch die Stadtverwaltung profitiert, indem sie effizienter arbeitet und die Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft stärkt.

Ein umfassendes Open-Data-Angebot ist daher ein zentraler Bestandteil des Smart-City-Konzepts der Landeshauptstadt Stuttgart. Es bietet die Basis für mehr Transparenz, Mitgestaltung und eine digitale Zukunft, die allen zugutekommt.